Rochuskirche

Bei der Grundsteinlegung 1847 markierte die Feltenstraße die Grenze zwischen Ossendorf und Bickendorf. Im Laufe der Zeit verschoben sich die Stadtteilgrenzen. So „wanderte“ die Rochus-kirche von Ossendorf nach Bickendorf und ist heute verbindender Bestandteil zwischen beiden Stadtteilen. Die Anfänge der Kirche waren bei seiner Grundsteinlegung eher bescheiden, finan-zielle Not bestimmte bis zur Erweiterung der Kirche im Jahr 1880 die nur schrittweise erfolgte Ausstattung. Notwendig wurde der Bau einer gemeinsamen Pfarrkirche für Bickendorf und Ossendorf
Rimowa – Ein Koffer reist um die Welt

Stellvertretend für das seit den 1960er Jahre entstehende Industrie- und Gewerbegebiet steht der weltbekannte Kofferhersteller Rimowa, der hier sein Reisegepäck produziert, das vom Erscheinungsbild an die legendäre JU 52 erinnert. Wie passend an einem Ort der früher auch als ziviler Flughafen Butzweilerhof genutzt wurde. Die Zeit zwischen Einstellung des Flugbetriebs und dem Bau der ersten […]
Flugzeuge made in Ossendorf

Die Flugmaschine Rex GmbH produzierte von 1914 bis 1918 auf dem noch heute industriellen genutzten Areal in der Frohnhofstraße …. Flugzeuge. Allerdings stellte sich der erhoffte Erfolg mit den Eigenbauten nicht so recht ein, sodass man sich mit den bis zu 300 Mitarbeitenden auf die Instandsetzung von Flugzeugen auf dem nahegelegenen Flughafen Butzweilerhof konzentrierte. Nach […]
Ort des Schreckens

Der polnische Staatsangehörige Franz Jakubowski (*23.4.1915 in Düsseldorf) hatte ein Liebes-verhältnis mit einer Nachbarin, wurde denunziert und am 12. November 1942 in Köln-Ossendorf an der damaligen Kiesgrube Breuer gehängt. An gleicher Stelle wurde auch Wasyl Zwadiuk (*19.1.1922 in Ubrynow bei Lwów), der vermutlich der ukrainischen Minderheit im damaligen Lwów angehörte, ermordet. Nachdem man ihm einen bereits zugesagten Heimaturlaub verwei-gert hatte, soll es zu einer tätlichen Auseinandersetzung mit seinem Arbeitgeber gekommen sein. Er wurde am 4. Februar 1943 gehängt. Beide waren als Zwangsarbeiter auf dem Bauern-hof der Geschwister Mörs, Frohnhofstraße 76, registriert. Seit 2013 erinnert am ehemaligen Ort der Hinrichtung ein Gedenkstein an diesen dunklen Teil der Ossendorfer Geschichte und stell-vertretend für das grausame Schicksal der hunderten von Zwangsarbeiter und in Ossendorf. Vor allem am Flughafen Butzweilerhof
Frohnhofstraße: Einkaufs- und Ausgehmeile

Das Eckhaus Rochusstraße /Frohnhofstraße gibt heute nur noch einen kleinen Einblick auf die Einkaufslandschaft bis hinein in die 1970er Jahre. Von der Frohnhofstraße Nr.39 bis zur Frohnhofstraße Nr. 161 gab es sage und schreibe 5 Lebensmittelgeschäfte, 2 Bäckereien, Metzgerei, Drogerie, Friseure, Schreibwarenladen, Kurzwarenladen, Tankstelle und 5 Kneipen. Nicht zu vergessen die Kronen Lichtspiele, gegründet 1946 […]
Eine Kapelle zwei Namen

1400 erstmals erwähnt war die Ossendorfer Kapelle als Teil des Frohnhofs zunächst der heili-gen Margareta geweiht. Als später auch die Reliquien der heiligen Barbara hinzukamen bürgerte sich der Name Barbara Kapelle ein. Zu Finanzierung der St. Rochus Kirche wurde der Frohnhof mit Kapelle, Friedhof und Spritzenhaus 1840 an den Unternehmer Emil Pfeifer zum Preis von 200 Talern verkauft und 1850 abgerissen. Heute erinnert nur noch das in der Mauer Frohnhof-straße 41 eingelassene Grabkreuz an den früheren Standort. Frohnhof und Kapelle waren Zentrum
Bezahlbares Wohnen

GAG und die Ossendorfer Siedlungsgenossenschaft bauten 1930 rund 340 Wohnungen an der Masiusstraße, Am Nußberger Pfad, Jüssenstraße, Peter-Franzen-Straße und Rochusstraße. Zielgruppe waren „unbemittelte Mieter“, entsprechend einfach war die Bauqualität. Mit den sogenannten einfachsten Wohnungen sollte die Wohnungsnot bekämpft werden. Ab 2016 wurden die Wohnungen abgerissen und die Ehrenfelder Genossenschaft errichtete bis 2024 an selber Stelle […]
Kämpferin für Arbeitnehmerrechte

Schnüsse Tring war Bauerstochter vom Ossendorfer Gutshof “Om Wissel” und arbeitete Anfang des 19. Jahrhundert als Köchin. Sie kämpfte für einen freien Tag pro Woche und “Fiffzich Daler” Jahresgehalt. Für ihr großes Mundwerk (kölsch: Schnüss) wurde Tring (Kurzform von Katharina) “Schnüsse Tring” genannt.1859 komponierte Fritz Rosenberg das Schnüsse Tring Lied, 1901 gründete sich die Alt […]
Zucker aus Ossendorf

Die Wiege von Pfeifer & Langen und des Kölner Zuckers lag in Ossendorf. 1840 erwarb Emil Pfeifer, nach ihm ist die Emilstraße benannt, das Gut Frohnhof und eröffnete dort 1851 gemeinsam die erste Rübenzuckerfabrik am Rhein.1868 kommt es für die Entwicklung des Unternehmens zu der entscheidenden Begegnung mit Eugen Langen, der in Ossendorfer Zuckerrübenfabrik seinen […]
Die Cölner Festung

Das an der Militärringstraße gelegene Zwischenwerk IIIb. Erbaut 1875 – 1877 war es Bestandteil der seinerzeit größten preußischen Festungsanlage. 1920/1921 wurde die Anlage geschliffen, erhalten blieb nur die Kehlkaserne. Danach diente es ab 1925 bis weit in die 1950er Jahre hinein als städtische Waldschule Nüssenberger Busch. Heute nutzen verschiedene Vereine die Anlage.